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Coffee & Conversations #01 | „Das haben wir schon immer so gemacht.“

Rückblick auf unseren Austausch zum Thema „Das haben wir schon immer so gemacht.“

„Das haben wir schon immer so gemacht.“ Ein Satz, der im Arbeitsalltag wohlbekannt ist. Doch was steckt eigentlich dahinter?

In der ersten Ausgabe von Third Place. | Coffee & Conversations haben wir uns damit beschäftigt, warum Routinen entstehen, welchen Nutzen sie haben und weshalb es manchmal so schwerfällt, bestehende Abläufe zu hinterfragen. Ausgangspunkt war die Erkenntnis, dass Routinen nicht grundsätzlich gut oder schlecht sind. Sie geben Orientierung, schaffen Verlässlichkeit und erleichtern die Zusammenarbeit. Gleichzeitig können sie sich über die Zeit verselbstständigen und ihren ursprünglichen Zweck aus dem Blick verlieren.

Ein Jour fixe als Beispiel aus der Praxis

Besonders anschaulich wurde das in unserem gemeinsamen Routinen-Check. Im Mittelpunkt stand ein regelmäßig stattfindender Jour fixe, der ursprünglich aus einem konkreten Bedarf heraus eingeführt worden war. Im Laufe der Zeit hatten sich jedoch die Rahmenbedingungen verändert. Der Termin wurde weiterhin fortgeführt, obwohl er seinen ursprünglichen Zweck nicht mehr in gleicher Weise erfüllte und nicht mehr für alle Beteiligten einen entsprechenden Mehrwert bot.

Anhand dieses Beispiels haben wir drei Fragen betrachtet:

  • Der Ursprung: Welches Problem sollte die Routine ursprünglich lösen?

  • Die Gegenwart: Was hält sie heute am Leben – ihr Nutzen, ihre Vertrautheit oder etwas ganz anderes?

  • Der Neustart: Was würden wir bewusst beibehalten, wenn wir den Ablauf heute neu gestalten würden?

Was wir mitnehmen

Der Austausch war offen, produktiv und von unterschiedlichen Perspektiven geprägt. Alle Beteiligten konnten eigene Gedanken und Anregungen mitnehmen. Besonders deutlich wurde dabei: Entscheidend ist nicht allein, ob eine Routine funktioniert, sondern auch, für wen sie welchen Mehrwert schafft – und ob dieser noch zum tatsächlichen Bedarf passt. Es geht deshalb nicht darum, gewachsene Abläufe grundsätzlich abzuschaffen. Vielmehr lohnt es sich, gelegentlich ihre ursprüngliche Funktion mit der heutigen Realität abzugleichen.

Eine Frage zum Weiterdenken

Welche Routine würde heute wohl nicht mehr eingeführt werden, wenn es sie nicht bereits gäbe? Vielleicht ist genau das ein guter Ausgangspunkt für die nächste Diskussion im eigenen Team.

Der Gedanke, der bleibt: Erst verstehen. Dann entscheiden.

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10. November

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